Belgien: Centre pour Demandeurs d’Asile Natoye

Im Juli hatte ich dank des SCIs die Möglichkeit, in einem Workcamp im Centre pour Demandeurs d’Asile; im belgischen Natoye mit Flüchtlingen zu arbeiten. Da ich stark sehbehindert bin (ich verfüge noch über einen Sehrest von ca. 10% auf einem Auge), hatte ich zuvor Zweifel darüber, ob ich den Asylanwerbern auch wirklich als Unterstützung dienen könne. Da mir aber die Chance geboten wurde, wollte ich sie auf alle Fälle nutzen. Insgesamt nahmen zehn Freiwillige unterschiedlicher Nationen an diesem Workcamp teil.

Der erste Tag nach unserer Ankunft wurde dazu genutzt, mit Übungen das Vertrauen innerhalb der Gruppe aufzubauen. Dies war gewiss sehr wichtig, denn nur, wenn die Kommunikation und die Zusammenarbeit innerhalb der Gruppe der freiwilligen Helfer funktionieren, dann klappt in weiterer Folge auch die Arbeit mit den Flüchtlingen.

Die darauffolgenden Tage konnten wir dann endlich den Flüchtlingen widmen. In Teammeetings am Vorabend und Morgen wurden die Aktivitäten geplant und die Gruppen eingeteilt. Zu unseren Aufgaben zählten beispielsweise: das Veranstalten von Sportwettkämpfen für Männer, das Organisieren von Spaziergängen für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, die Durchführung von Bastel- und Nähworkshops für Frauen sowie das Spielen mit Kindern.

Mir hat dieses Projekt wirklich sehr gut gefallen, und ich habe viele positive Eindrücke mit nach Hause genommen. Es zeigt, dass Menschen unterschiedlichster Hautfarbe, Herkunft und Kultur friedlich miteinander leben können. Wir haben gelernt, anderen gegenüber toleranter zu sein und einander zu respektieren.

Ich kann nur jedem die Teilnahme an solch einem Workcamp empfehlen, da man auch viel über sich selbst lernt und – wie es bei mir der Fall war – auch als Sehbehinderter seinen Beitrag leisten kann.

Dominic

JahrDerJugendarbeit