Kategorie-Archiv: Erfahrungsbericht LTV

LTV in Australien

Verfasst von Verena Schallhart

Nach meiner Matura kam ich zu dem Entschluss ein bisschen auf Reisen zu gehen und habe mich letztendlich für das LTV Projekt in Australien entschieden. Dieses Projekt beschäftigt sich hauptsächlich mit der Arbeit von verletzten und verwaisten Wildtieren, welches für mich, als angehende Biologie Studentin, ideal war.

Nach 2 langen Tagen Reisezeit und mit erheblichem Jetlag, landete ich in Cairns, im Norden Queenslands, wo mich meine Gastmutter Betty mit dem kleinen Wallaby Freda auf dem Arm schon erwartete. Nach einer weiteren Stunde Autofahrt hatte ich endlich mein Ziel erreicht. Meine Gastfamilie wohnt etwas außerhalb von dem kleinen Dörfchen Kuranda, in welchem Gastpapa Cliff fleißig selbstgemachtes Eis verkauft. Bei meiner Ankunft war ich sehr erstaunt über die Anzahl der Tiere, die sich rund ums Haus und manche sogar im Haus befinden, größtenteils sind dies Vögel, Wallabys und Kängurus. Aber es gibt auch Hunde, Katzen, Pferde, Lizards, Fische, Fledermäuse, Opossums uvm.

Mein Tag begann um 06:30 mit dem reinigen des Wallaby und Känguru Geheges, sowie der Vogelkäfige. Anschließend musste ich die kleinen Vögel, welche nicht selber essen konnten, füttern. Um 10 Uhr warteten die kleinsten Wallabys schon angestrengt auf ihr Fläschchen. Anschließend ging ich meistens ein bisschen mit dem Hund spazieren oder schwimmen. Um 12 Uhr waren dann die nächsten Wallys mit ihrem Fläschchen an der Reihe. Danach brachte mich meine Gastmama oftmals nach Kuranda, wo ich ins Internetcafe gehen konnte oder einfach nur ein bisschen durch das schöne Dorf schlenderte.
Um 16 Uhr stand dann die große Fütterung auf dem Plan, wo 3-4 Mal in der Woche, Kinder aus den umliegenden Schulen kamen um uns zu helfen. Der Tag endete mit den letzten Fläschchen für die Kleinsten um 21:30.

Oftmals nahmen wir aber auch die kleinen Wallabys einfach mit und machten einen Tagesausflug. Betty ist wirklich sehr bemüht einem so viel wie möglich von der Gegend zu zeigen und man ist auch von Anfang an ein Teil der Familie und bei jeder Unternehmung dabei.

Alles in allem war es ein wahnsinnig tolles und lehrreiches Erlebnis. Vor allem auf Grund der engen Zusammenarbeit mit einer Tierärztin und Bettys Interesse für Pflanzenheilkunde.
Es war mir möglich viele neue Eindrücke mitzunehmen und beeindruckende Menschen kennenzulernen. Nicht nur meine Gasteltern, sondern auch deren ganze Familie und die Nachbaren hießen mich sofort willkommen und schafften es, dass ich mich bald zuhause fühlte. Ich werde immer mit Freude auf meinen Aufenthalt zurückblicken, insbesondere auf die wunderschönen Erlebnisse mit den Tieren und würde es sofort wiedermachen!