China meets Hallstatt (UNESCO World Heritage Project)

Verfasst von Chen Yipei und Wang Quan

group_picture_hallstattNeun Mitglieder des Österreichischen Alpenvereins, zwei Teilnehmerinnen durch die Organisation SCI (nämlich wir beide), sechszehn junge Menschen einer chinesischen Jugendorganisation aus Peking, sowie drei hochmotivierte Projektleiter/-innen hatten sich vom 6. bis 19. Juli 2014 in Hallstatt (Oberösterreich) zusammengefunden, um sich für das Projekt „China meets Hallstatt“ zu engagieren. Es handelte sich hierbei um eine Umweltbaustelle für die Erhaltung und Sicherheit des Ortes Hallstatt. Das Freiwilligenprojekt wurde in die UNESCO-Kampagne „World Heritage Volunteers“ aufgenommen und zählte zu den 54 ausgewählten Vorzeigeprojekten zur Wahrung von Weltkulturerbestätten.

tree_planting_hallstattEs war für uns beide die allererste Teilnahme an einem Workcamp und dementsprechend waren wir bei der Ankunft reichlich aufgeregt, aber auch motiviert und aufgeschlossen dem gegenüber, was uns wohl erwarten würde. In den zwei Wochen war die gesamte Gruppe des Projektes in den Turnsälen der Volksschule von Hallstatt untergebracht. Gemeinsam gekocht und gegessen wurde in den anliegenden Räumlichkeiten der Hallstätter Feuerwehr. Die chinesischen Teilnehmer/-innen (viele von ihnen kamen durch dieses Projekt das erste Mal nach Europa) legten einen sichtbaren Enthusiasmus und Einsatzbereitschaft bei den teils körperlich durchaus anspruchsvollen Aufgaben an den Tag. Ebenso zeigten sich die jungen Chinesen/-innen auch bei anderen täglichen Herausforderungen in der für sie komplett neuen Umgebung stets voller Zuversicht. Obwohl hin und wieder sprachliche Barrieren sichtbar waren, herrschte schon von Beginn an ein hohes Maß an Aufgeschlossenheit, Freundlichkeit und Rücksichtnahme bei allen Teilnehmer/-innen, sodass innerhalb kurzer Zeit ein ausgeprägtes Gemeinschaftsgefühl entstand. Eine entspannte Atmosphäre war bei allen Arbeits- und Freizeitaktivitäten unter der kompetenten Anleitung der Projektleiter/-innen spürbar, der kulturelle Austausch fand nicht nur beim gemeinsamen Zubereiten des Abendessens statt, sondern auch bei unterhaltsamen Karaoke- und Filmabenden sowie der gemeinsamen Mitverfolgung der diesjährigen Fußball-WM. An den offiziell freien Tagen wurden u.a. ein Tagesausflug in das berühmte Salzbergwerk unternommen, gefolgt von einem Besuch des Hallstätter Museums, des sogenannten „Beinhauses“ sowie ein Tagesausflug nach Salzburg gegen Ende des Workcamps, der speziell für die weitgereisten chinesischen Teilnehmer ein weiteres unvergessliches Erlebnis darstellte.

fence_work_hallstatt_2Rückblickend haben wir in den zwei Wochen durch viel Einsatzbereitschaft und Teamwork doch einiges für den Schutz und Erhaltung dieses idyllischen Ortes Hallstatt erreichen können: Ein Wanderweg im sogenannten „Gletschergarten“ wurde von unseren Teams gesäubert, abgeflacht und geschottert. Den Salzberg haben wir in Kleingruppen mit 1200 neuen Setzlingen aufgeforstet, den „Salzberg Soleweg“ sowie die Umgebung der katholischen Kirche in Hallstatt von Gesteinen, Ablagerungen und Schmutz befreit sowie den Lawinenschutz-Zaun erneuert.

Das Projekt stellte einen sehr wertvollen und gelungenen interkulturellen Austausch für alle Teilnehmer dar. Unsere Sozialkompetenzen wurden durch dieses Projekt weiter gefördert und wir haben neue Freundschaften geschlossen. An dieser Stelle möchten wir uns auch beim SCI bedanken, dass wir diese wertvolle Erfahrung durch euch sammeln durften! Vielen Dank!