Ein unvergesslicher Trip nach Thailand

Meine Freundin und ich flogen im Sommer 2012 nach Thailand. Wir mussten selbstständig mit dem Zug von Bangkok nach Cha-uat kommen. Im Nachhinein waren wir total froh, dass wir den Zug schon im Vorhinein buchen konnten, da es passieren kann, dass dieser schon voll. Die Zugfahrt hat übrigens 14 Stunden gedauert. In Cha-uat hat uns dann P Ju unser Campleiter mit seinem Pick-up abgeholt und richtig Thai-style sind wir dann ca 40 Minuten lang immer tiefer in den Dschungel gefahren, um das Dorf Kuan Mai Bong zu erreichen. Uns wurde schon ein bisschen mulmig, weil wir nicht wussten was uns erwartete. Im Camp angekommen wurden wir freundlich von allen Campteilnehmern begrüßt. Es waren fast alle Kontinente vertreten (Asien: China, Japan, Südkorea, Indonesien; Europa: Frankreich, Deutschland, Tschechien, Italien, Spanien; Nord-Amerika: USA)

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Als Erstes wurde uns unser Schlafplatz gezeigt, der zugleich auch die Schule war. Die „Schule“ bestand eigentlich aus einem erhöhten Plateau aus Holz mit einem Dach und einem kleinen Hinterzimmer. Also eigentlich haben wir im Freien geschlafen. Die Schule war auf einem kleinen Berg, die durch einen noch nicht fertigen Weg zu erreichen war. Wir nannten sie die Todesstiege ?. Geschlafen haben wir eigentlich immer unter einem Moskitonetz (es hat auch ein paar Mutige gegeben, die keines hatten) was uns vor Insekten, Fledermäusen, Geckos usw. beschützt hat. Die Nächte waren eigentlich immer ziemlich windig und man konnte zu den Lauten der Geckos gut einschlafen.

So nun zu unserem Tagesablauf. Aufgestanden wurde täglich um 6 Uhr. In der Früh waren die daily tasks zu erledigen, diese waren Abwaschen, Zusammenkehren, Müll wegbringen, Wasser holen, Tiere füttern, beim Kochen helfen, usw. Nach dem Frühstück (was übrigens immer Reis war) ging es gleich weiter zur Arbeit. Zum Mittagessen sind wir eigentlich immer ins Camp zurückgefahren und konnten uns ca eine halbe Stunde Pause gönnen. Meistens arbeiteten wir am Nachmittag auch wieder. Am Abend hatten wir Zeit für uns, meistens gingen wir ins Dorf zu den Einheimischen in den Minisupermarkt, der gleichzeitig auch ihr zuhause war, und gönnten uns eine Cola oder ein paar Süßigkeiten. Auch mit den anderen Campteilnehmern verbrachten wir viel Zeit, wir spielten Uno, sangen oder tratschten jeden Abend. Mit unseren beiden Campleitern Jo und Alief, die ungefähr in unserem Alter waren, verstanden wir uns total gut und sie machten das Camp unvergesslich.

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Nun mehr zu unserer Arbeit: Wegen des Wassermangels halfen wir den Einheimischen unter der Woche beim Bau eines Dammes, Zementierten diesen und verlegten die Rohre. Am Wochenende unterrichten wir die Kinder. Da wir in einer Alternative School untergebracht waren, fand der Unterricht nur am Wochenende statt. Unterrichtet haben wir auf Englisch. Die Thai-Kinder konnten jedoch noch nicht so gut Englisch aber die Verständigung klappte trotzdem relativ gut. Einmal hielten wir eine Stunde zum Thema Emotions. Wir malten Smileys mit verschiedensten Gesichtsausdrücken und lernten den Kindern die Vokabeln spielerisch.
Die Arbeit war total anstrengend, bei 40 Grad buddeln, Zement mischen, usw. war wirklich hardcore, wenn es jedoch einmal zu viel wurde konnte wir immer eine Pause machen.
Zum Thema Wasser: Wie oben erwähnt gab es einen Wassermangel. Da es schon Wochen lang nicht mehr geregnet hat, hatten alle Thais im Dorf kaum Wasser und wir mussten extrem sparsam damit umgehen. Das bedeutete kein Duschen! (hier duscht man sich nämlich mit Regenwasser) Auch nicht nach dem Arbeiten. Da wir nach dem Graben aber komplett voll mir Schlamm waren, gingen wir alle gemeinsam immer in einen kleinen Teich um uns die Erde runter zu waschen. Am Anfang war es ein ziemlicher Schock für uns, aber wir gewöhnten uns schnell daran. Einmal durften wir auch bei einer Gastfamilie übernachten, was uns total gefallen hat.

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Ein weiteres besonderes Erlebnis war ein Abendteuerausflug, wo wir mit den anderen
Campteilnehmern Kajak gefahren sind. Besonders war auch die Wanderung mit den
Einheimischen, wo wir am Geburtstag der Königin, welcher auch der Muttertag der Thais ist, durch den Dschungel. An diesem Tag beteten sie zu den Geistern und baten um Regen indem sie Mönchskleider um die großen Bäume hingen.
Der ganze Thailand Trip war ein unvergessliches Ereignis, geprägt von tollen Momenten,
dass wir gar nicht alles aufzählen können. Es waren die Menschen, der Zusammenhalt, die
Früchte, die Tiere (Skorpion! Krebse, Affen, Elefanten, Krokodile, die ekelhaftesten und
riesigsten Insekten, ..), die Kultur, die Musik, der klare Sternenhimmel, .. was immer in
unserer Erinnerung bleiben wird.
Im Großen und Ganzen war es ein Erlebnis, das wir jedem nur weiterempfehlen können. Die Thais waren so herzlich und gastfreundlich, dass uns der Abschied wirklich schwer fiel. Wenn wir die Möglichkeit hätten, wieder hinzufahren würden wir es auf alle Fälle tun.
Falls ihr noch irgendwelche Fragen habt, beantworten wir sie euch natürlich gerne!

Sonja und Karo