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Freiwilligenarbeit in Japan 2016

Verteiler für Projekte in Japan: Wenn du Interesse hast, Infos zu Workcamps und Langzeitprojekten in Japan per Mail zugeschickt zu bekommen, trage dich in unseren Verteiler ein.

Der SCI Japan organisiert seit Jahrzehnten internationale Freiwilligenprojekte in Japan und verschickt japanische Freiwillige auf Projekte in der ganzen Welt. Wir möchten hier einige vorstellen, die dieses Jahr noch nach Teilnehmenden suchen.

言葉より行動によって平和を!

Free Kids Village

Das „Free Kids Village“ ist eine Organisation im kleinen Dorf Takato in der bergigen Präfektur Nagano, die Kindern und Jugendlichen ein Leben abseits der urbanen Hektik Japans ermöglichen will. Die Betreiber/innen des Projekts haben daher Pflegekinder (u.a. Kinder, die durch den Tsunami in der Präfektur Fukushima 2011 verwaist sind) aufgenommen und betreiben einen kleinen Selbstversorgerbauernhof in einem über 100 Jahre alten, traditionellen Haus. Zu Ferienzeiten kommen Familien und Kinder aus ganz Japan für einige Tage in das Free Kids Village, um auf dem Hof mitzuleben und ein ruhigeres Leben zu führen.

11205564_817150795029815_9053429313919235431_nWORKCAMP – Internationale Freiwillige helfen jedes Jahr im Sommer im Rahmen eines zweiwöchigen Workcamps bei alltäglichen Arbeiten mit. Für die Feiern rund um das O-Bon-Fest entfernen die Freiwilligen die Ufervegetation vom kleinen Fluss, der durch Takato fließt, und gestalten Freizeitprogramm für Kinder in der Einrichtung. Datum für das Workcamp 2016 folgt bald!

freekidsvillage_klLANGZEITEINSATZ (LTV) – Es ist möglich, zwischen März und November auch länger (2 bis 6 Monate) beim Free Kids Village mitzuarbeiten. Auch hier hilft man bei anfallenden Arbeiten in der Landwirtschaft und der Kinderbetreuung. Dabei erhalten Langzeitfreiwillige auch 10.000 Yen Taschengeld und sind über den SCI versichert.

Kanazawa Farm

Yoko Kanazawa ist vor 20 Jahren von Tokyo nach Tochigi gezogen, um dort eine Biolandwirtschaft ohne chemische Düngemittel zu starten. Sie hält über 100 Enten, die Unkraut in den Reisfeldern fressen, und 400 Hühner, die circa 200 Eier am Tag legen. Seit 2003 unterstützen SCI-Freiwillige den Bauernhof.

WORKCAMP – Neben dem Unkrautjäten, der Ernte und der Fürsorge für die Hühner des Hofes geht es beim Workcamp auch um Haushaltsarbeiten und andere Hofarbeiten – in der internationalen Gruppe. Datum für das Workcamp 2016 folgt bald!

LANGZEITEINSATZ (LTV) – Es ist möglich, auch länger (2 bis 6 Monate) bei der Kanazawa Farm mitzuarbeiten. Neben den auch für das Workcamp anfallenden Tätigkeiten geht es hier auch um die Koordination von Wochenend-Workcamps auf dem Bauernhof. Dabei erhalten Langzeitfreiwillige auch 10.000 Yen Taschengeld und sind über den SCI versichert.

Workcamp „Museumsdorf Niedersulz“

Kathi und Mirjam

Nach einer langen Anreise mit schwerem Gepäck sind wir gemeinsam mit den anderen sieben Teilnehmerinnen und Teilnehmern, aus Polen, der Türkei, Russland und Weißrussland, im kleinen Weinviertler Dörfchen Niedersulz angekommen. Wir haben gleich unser Quartier bezogen, einen alten Vierkanthof, inmitten des Museumsdorfs. Dieses besteht aus ca. 80 Häusern und einer wunderschönen Gartenanlage, in der traditionelle Pflanzen-, Obst- und Gemüsesorten vom Gartenteam gepflegt werden. Außerdem gibt es einen lebenden Bauernhof auf dem Museumsgelände, der Schweine, Gänse, Ziegen usw. beherbergt. Gleich zu Beginn haben wir eine Führung durch das Museumsdorf bekommen, durch die wir einen Einblick in dessen Geschichte und die Arbeit des Museumsteams erhalten konnten.

In der ersten Woche wurden wir in Kleingruppen aufgeteilt und haben dem Gartenteam bei seiner Arbeit geholfen. Dabei haben wir Obst gepflückt, Gärten geschliffen und neu angelegt, pikiert, Unkraut gejätet und die Wege von Fallobst befreit. In der zweiten Woche haben wir alle gemeinsam mit dem Bauteam die Weinkeller mit Kalkfarbe gestrichen, um die Kellergasse für ein Fest herzurichten.

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Zu Mittag wurden wir im Restaurant verköstigt, Frühstück und Abendessen haben wir selbst zubereitet. Die Lebensmittel dafür haben wir zum Teil von den Gärten im Museumsdorf bekommen und es wurde auch für uns eingekauft.

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An den Wochenenden und in unserer Freizeit waren wir aufgrund des schönen Wetters oft baden. Dafür haben wir die Erlaubnis bekommen in dem 2 km entfernten Nexing in einem der Fischteiche zu schwimmen, um uns abzukühlen. Außerdem haben wir einen Ausflug nach Wien, mit Kanu-Ferl 2 Touren auf der March und einen Filmabend gemacht. Da die öffentliche Anbindung an Niedersulz nur suboptimal war, sind wir viel mit den Fahrrädern unterwegs gewesen und haben dabei unsere Kondition verbessern können. Die Abende haben wir vorm Lagerfeuer oder auch in Niedersulz beim Heurigen verbracht und an einem Abend haben wir gemeinsam einen International Evening organisiert, um die anderen Kulturen besser kennenzulernen.

Am letzten Tag waren wir in St. Pölten eingeladen. Zuvor machten wir noch einen Zwischenstopp in Dürnstein, wo wir gemeinsam zur Ruine hinauf wanderten. Anschließend haben wir gemeinsam in einem Restaurant an der Donau gegessen und sind dann weiter nach St. Pölten gefahren. Dort besuchten wir Mag. Barbara Schwarz, die Landesrätin für Soziales, und erzählten ihr von unseren Erfahrungen im Camp.

Nach 14 ereignisreichen Tagen, in denen wir viel erlebt haben, ging es für alle wieder heimwärts. Da wir das erste Mal ein Camp koordinierten, haben wir viele neue Erfahrungen machen können und viele Eindrücke mitgenommen. Wir hoffen, dass dieses Camp auch in den nächsten Jahren weiterbesteht, da es heuer das erste Mal stattgefunden hat und wir denken, dass es wichtig wäre, den internationalen Austausch weiterhin zu fördern.

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