Schlagwort-Archive: Naturschutzbund

Vergangene Workscamps 2016

Wir danken der Bundesjugendvertretung für die finanzielle Unterstützung für die Umsetztung für unsere Workcamps 2016!JahrDerJugendarbeit

 

 

 

nachhaltigkeitsfest10. bis 21. Juni 2016, Autonomous and Sustainable Festival, Payerbach, Niederösterreoch. Das Festival hatte den Fokus Nachhaltigkeit und sozialer Inklusion. Es ging unter anderem um Permakultur, Naturkosmetik, Sharing Economy und vieles mehr. Mehr erfahren!

 

 

egol201613. bis 26. Juni 2016, Education Garden of Life, Graz
Der Erfolg des Camps letztes Jahr hat uns bestätigt. Auch dieses Jahr arbeiteten wir mit dem Babaji-Haus zusammen und halfen bei Garten- und Renovierungsarbeiten im Haus. Gleichzeitig lernten die internationalen Freiwilligen vom alternativen pädagogischen Konzept “Bildungsgarten des Lebens”.

 

10.-24. Juli 2016, China meets Hallstatt, Hallstatt, Oberösterreich
Das UNESCO-Weltkulturerbe Hallstatt wurde in China als Kopie nachgebaut. Österreichische Freiwillige vom SCI und vom Alpenverein arbeiteteten gemeinsam mit einer Gruppe chinesischer Freiwilliger an Arbeiten am Schutzwald rund um die Gemeinde Hallstatt.
Schau dir ein Video vom Camp hier an.

 

waldhuettl201610. – 24. 7. 2016, Freshn up Waldhüttl, Innsbruck, Tirol
Die internationalen Gruppe von Freiwilligen aus  zehn Ländern arbeiteten in einem Wohn- und Kulturprojekt in Innsbruck mit. Lies im Erfahrungbericht nach wie es war.

 

 

pathsofpeace2-201618. 7. – 31. 7. 2016, Paths of Peace (July), Kötschach-Mauthen (Kärnten)
Freiwillige aus verschiedenen Ländern arbeiteteten gemeinsam an einem Kriegsschauplatz zwischen Österreich und Italien aus dem Ersten Weltkrieg – und das mitten in den Bergen. Die ehemalige Route dient heute als Friedensweg, der Nationen verbinden soll, anstatt sie zu trennen. Mehr Info hier!

 

schnau4_klein31.7. – 20.8. 2016, Renovation and gardening in the Waldorf School Schönau, Schönau an der Triesting, Niederösterreich
Hier unterstützten die Teilnehmer*innen die Instandhaltung der Waldorfschule Schönau an der Triesting, die eine weiträumige Grünfläche und einige Gebäude umfasst. Mehr Information  hier.

 

wachau-thumb

31.7. – 13.8. 2016, Wachau Volunteer, Naturpark Jauerling-Wachau, Eckartsau, Niederösterreich
Freiwillige aus verschiedenen Ländern arbeiteteten auch dieses Jahr wieder gemeinsam im Weltkulturerbe Wachau auf steilen Trockenrasen und Orchideenwiesen. Es ging dabei um Landschaftspflege wie Mähen, Rechen und Abtransport des Mähgutes. Details hier!

 

pathsofpeace20161. 8.- 14.8.2016, Paths of Peace“ (August), Kötschach-Mauthen (Kärnten)
Freiwillige aus verschiedenen Ländern arbeiteteten gemeinsam an einem Kriegsschauplatz zwischen Österreich und Italien aus dem Ersten Weltkrieg – und das mitten in den Bergen. Die ehemalige Route dient heute als Friedensweg, der Nationen verbinden soll, anstatt sie zu trennen. Mehr Informationen über das Camp findest du hier.

wfp2016

10.-21.8.2016, Wikipedia for Peace 2016: Environmental Justice
Zum zweiten Mail fand dieses Camp in Kooperation mit Wikimedia Österreich statt. Das Ziel das Wissen im Internet für möglichst viele Menschen verfügbar zu machen galt auch hier. Ehrenamtliche aus aller Welt trafen zusammen um Artikel in iheren Landessprachen zu verfassen, verbessern, anzulegen. Lies nach wie es war.

 

donauauen21.8. – 3.9. 2016, Volunteering in the National Park Donau-Auen, Orth an der Donau, Niederösterreich
Bereits zum Dritten mal fand dieses Camp in Kooperation mit dem Nationalpark Donau-Auen statt. Inmitten der wunderschönen Auenlandschaft zwischen Wien und Bratislava betrieben die Teilnehmer*innen Naturschutz durch das Entfernen von Neophyten, Totholz-Verbreitung und das Entfernen alter Einrichtungen. Mehr Info hier.

 

thayatal201628. 8. – 10. 9. 2016, Volunteering Thayatal, Wachau and Donau-Auen
Revitalisierungsarbeiten in drei zusammenhängenden Nationalparks. Das Projekt ist eine Kooperation zwischen uns und Wachau Dunkelsteinerwald Regionalentwicklung. Mehr Information zu diesem Camp findest du hier.

 

Poysdorf4_kl20. – 25. 9.201, Green Belt Camp Northern Weinviertel /South Moravia, Poysdorf (Niederösterreich)
In diesem Jahr setzten wir unsere Zusammenarbeit mit dem Naturschutzbund Niederösterreich fort und mähten gemeinsam Kreuzenzian-Wiesen im Weinviertel, um zum Erhalt einer seltenen Schmetterlingsart beizutragen. Erfahrungsbericht 2016

 

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25.9. – 2.10. 2016, Biotope in Action, Innsbruck (Tirol)
Das Mühlauer Fuchsloch ist eine Naturoase im Innsbrucker Stadtgebiet. Teiche, Tümpel, Wasserläufe, verschiedenste Wiesen- und Waldtypen sind Lebensraum für Tiere und Pflanzen und Erholungsraum für den Menschen. Wir arbeiteten bei der Erhaltung der Naturoase mit. Hier findest du mehr Information.

 

 

 

Pflegeeinsatz Naturdenkmal Brunnlust

IMGP0947smlDatum: 4. – 5. 3. 2016 (Freitag und Samstag)

Ort: Moosbrunn im Bezirk Wien-Umgebung in Niederösterreich. Mit der Bahn ca. 20 Minuten von Wien entfernt.

Die Brunnlust bei Moosbrunn ist seit 1983 als Naturdenkmal ausgewiesen und ist einer der wichtigsten Kernbereiche des Natura-2000-Gebiets der Feuchten Ebene im Wiener Becken. Zahlreiche gefährdete und seltene Tier- und Pflanzenarten kommen in der Flachmoorwiese vor. Um die Moorwiese zu erhalten, muss sie von Hand abschnittsweise gemäht werden. 2015 half der SCI erstmals bei der Erhaltung mit und auch 2016 wird dies weitergeführt. Mehr zur Brunnlust erfährt  man hier und hier.

Gruppengröße: 10 SCI-Freiwillige + einige lokale Freiwilige

IMGP0925smlArbeit: Gemeinsam mit dem Naturschutzbund Niederösterreich mähen wir die wertvollen Flachmoorwiesen der Brunnlust, um die dort vorkommenden seltenen Pflanzenarten zu erhalten. Bei Vorkenntnissen mit Mahdarbeiten können wir mit der Motorsense arbeiten, ansonsten geht es um Zusammenrechnen und Abtransport des Mahdguts.

Studienteil: Wir werden vom Naturschutzbund mehr über das Ökosystem Niedermoor erfahren und ein Biberrevier besuchen.

Ablauf: Treffpunkt am Fr., 4. 3. 16 ist der Bahnhof Gramatneusiedl um 9:29 (Zug von Wien-Hauptbahnhof ab 9:14). Wir werden dann mit dem Auto abgeholt und am Sa., 5. 3. 16 gegen 17:00 wieder zum Bahnhof gebracht (Abfahrt ab Gramatneusiedl um 17:26, Ankunft in Wien ca. 18:00). Reisekosten sind selbst zu übernehmen.

Unterkunft: Turnsaal der Volksschule Moosbrunn. Bitte Schlafsäcke und Unterlegsmatten mitbringen. Duschmöglichkeit vorhanden.

 Verpflegung: 2x Mittagsjause, Frühstück und 1x Abendessen wird zur Verfügung gestellt.

Mitzunehmen: Unbedingt Gummistiefel oder andere hohe, wasserundurchlässige Schuhe mitnehmen – wir arbeiten in einem Niedermoor, es wird also sehr nass. Arbeitshandschuhe, wenn möglich, und natürlich der Witterung angepasste, warme und wasserfeste Arbeitskleidung. Schlafsack, Schlafmatte und Handtuch. Eventuell auch trockene Ersatzkleidung.

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Green Belt Camp 2015

Foto: Jana Forsthuber
Foto: Jana Forsthuber

Mach mit beim Workcamp „Green Belt Camp Northern Waldviertel“ in Niederösterreich von 22. bis 27. September und hilf in einer internationalen Gruppe von Freiwilligen dabei, gefährdete Trockenrasen und damit auch eine seltene Schmetterlingsart zu erhalten!

Der Naturschutzbund Niederösterreich bemüht sich um die Erhaltung seltener Lebensräume, Tier- und Pflanzenarten. Eines der Projekte des Naturschutzbundes ist die jährliche Pflege der Trockenrasen in Poysdorf im nordöstlichen Weinviertel, auf denen der Kreuzenzian wächst. Derartige Wiesen sind ein seltenes und wichtiges Habitat für den Kreuzenzian-Ameisenbläulin (Phengaris rebeli), der in Österreich stark gefährdet ist.

Foto: Gabriele Pfundner
Foto: Gabriele Pfundner

Du arbeitest dabei für die Dauer des Workcamps gemeinsam mit anderen SCI-Freiwilligen bei der Mahd der Wiesen: ihr mäht die Wiesen, tragt das geschnittene Gras zusammen und helft so, einen wichtigen Beitrag zum Naturschutz zu leisten. Aufgrund der internationalen Herkunft der TeilnehmerInnen wird im Projekt Englisch gesprochen. Wenn du einen Wohnort in Österreich hast, entstehen für dich dabei keinerlei Kosten für Unterkunft und Verpflegung, lediglich die Reise von Wien nach Poysdorf und zurück musst du selbst bezahlen.

Es ist möglich, an diesem Workcamp und gleich im Anschluss am Workcamp „Biotope in Action“ (27. September bis 4. Oktober) in Innsbruck teilzunehmen.

Teilnahmebedingungen

  • Du bist mindestens 16 Jahre alt
  • Grundkenntnisse in Englisch
  • Du kannst für die ganze Projektdauer des Workcamps teilnehmen (22. bis 27. September)

Bei Fragen einfach bei uns unter office@sci.or.at melden!

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Workcamp Poysdorf, 25-28 September 2014

Verfasst von Jana Forsthuber

Foto: Gabriele Pfundner
Foto: Gabriele Pfundner

Nach vier Tagen im Wochenend-Workcamp in Poysdorf weiß ich jetzt endlich, wo das Weinviertel wirklich ist, und werde es nicht mehr verwechseln. Was natürlich die Hauptsache ist. Ich weiß aber auch, dass der Kreuzenzian-Ameisen-Bläuling eine Schmetterlingsart ist, und was seine Raupe macht. Nämlich auf dem seltenen Kreuzenzian heranwachsen, Ameisenlarven fressen und sich von den anderen Ameisen aufziehen lassen. Und da ich bei unserer Pantomime, die im prasselnden Regen unter einer Plane stattfand, zu einer tragenden Rolle kam (die der Ameise), war auch gleich die Schüchternheit ein bisschen aufgelockert.

Foto: Jana Forsthuber
Foto: Jana Forsthuber

Wir standen also am ersten Tag zu neunt dort auf der Wiese, umgeben von Hügeln, Sträuchern und holprigen Wegen, wir kannten uns noch nicht wirklich gut, wollten arbeiten, und es schüttete. Also hielten wir mit allerlei Werkzeug, Heugabeln und Rechen die Plane über uns, was immerhin auch unsere Kreativität, Geschicktheit und Kraft erforderte. Nach einigen Minuten Einführung und Warten auf trockeneres Wetter rechten (das Wort liest sich komisch, aber es ist das Arbeiten mit dem Rechen gemeint) wir allerdings doch noch erstaunlich viel Heu vom gemähten Hang.

Auch die darauffolgenden Tage lassen sich vor allem durch die Arbeit in der Natur, das trübe Wetter, das gute Essen und die wirklich freundlichen, offenen und motivierten Gesichter der Gruppe und OrganisatorInnen charakterisieren. Während wir ein Stück weit dazu beitrugen, die vielfältigen Arten der Trockenrasen zu schützen, spielten wir auch unterhaltsame Gesellschaftsspiele, aßen verkohlten Paprika vom Grill in der Nacht und frische warme Nuss-Schnecken zum Frühstück, sprangen ins eiskalte Teichwasser und wurden von einem netten Weinbauern mit einem Traktor durch die Kellergassen geführt.

Foto: Gabriele Pfundner
Foto: Gabriele Pfundner

Den SCI hab ich vorher als Ehrenamtliche schon gut gekannt, ein Workcamp ist aber doch durch die vielen neuen Leute nie wirklich vorhersehbar. Man weiß nie, wie selbstständig eine Gruppe zusammenhält, welche Dynamik entsteht und wer Verantwortung übernimmt. Dadurch, dass es nur vier Tage waren, war es ein sehr schnelles Kennenlernen, was sich aber ganz sicher noch vertiefen kann, wenn die Leute sich wo anders wieder begegnen. Die meisten kamen aus Österreich und Deutschland, eine Tschechin und eine Ukrainerin waren noch dabei, und im Laufe der Arbeit kam man immer wieder mit allen von ihnen in Kontakt. Die Stimmung war gelassen, zu Beginn ein wenig schüchtern, und am Abend noch lange lustig. Das Essen war vegetarisch, weil Vegetarierinnen fast die ganze Gruppe ausmachten, mit Ausnahme des männlichen Teilnehmers, dem trotzdem eine Chance gegeben wurde, sich zu integrieren;), und für welchen öfters etwas zusätzliches zur Verfügung stand. Eine Schulküche bereitete für uns in den ersten Tagen gleich mehrere Gänge vor, von Salat und Suppe bis zu veganer Lasagne, Spätzle und Kuchen. Die sonstige Freizeit verbrachten wir meist am Campingplatzgelände, wo wir in einem Haus mit Sanitäranlagen und improvisierter Küche untergebracht waren.

Foto: Melanie Balaz
Foto: Melanie Balaz

Erst am letzten Tag schien die Sonne, wir fuhren wieder zu einer neuen Wiese und gönnten uns danach als Belohnung ein Eis. Zurück bleibt eine vollbrachte Arbeit von mehreren hundert Quadratmetern Trockenrasen, die in den kommenden Jahren nicht weiter mit Sträuchern zuwachsen sollen, ein Eindruck von den netten Menschen im Naturschutzbund und in der Gruppe selbst, und ein Bild von weiten Hügeln mit erntereifen süßen Weintrauben (die selbstverständlich nie gekostet wurden).