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c) M. Gross

Green Belt Camp 2016 – eine Rückschau

c) G. PfundnerDas Grüne Band Europa beinhaltet einerseits eine vielfältige Naturlandschaft, da entlang der ehemaligen Ost-West-Grenze zahlreiche naturnahe Landschaften erhalten geblieben sind. 

Zur Erhaltung der vielfältigen Natur- bzw. Kulturlandschaft entlang des Grünen Bandes Europa ist naturschutzfachliche Pflege unumgänglich. Dieses erfolgt meist in Form von händischer Pflege.

Der SCI und der Naturschutzbund Niederösterreich organisieren seit Jahren gemeinsam dieses Workcamp. Jugendliche aus Österreich, Tschechien aber auch anderen Ländern am Grünen Band Europa wurden eingeladen, gemeinsam bei der Pflege wertvoller Biotope am Grünen Band mitzuarbeiten.
Beim gemeinsamen Arbeiten können grenzüberschreitende Freundschaften geschlossen
werden. Interkulturelles Lernen wird gezielt gefördert, passiert aber auch ganz nebenbei.

c) U. Göttke-KrogmannDas Greenbelt-Workcamp fand vom 20. bis zum 25. September 2016 statt. Es nahmen sechs Teilnehmer*innen im Alter von 18 – 26 Jahren statt. Die Herkunftsländer waren Österreich, Italien, Tschechien und Russland. Die Ehrenamtlichen waren am Campingplatz der Gemeinde Poysdorf untergebracht. Es gab die Möglichkeit dort zu zelten, es stand aber auch ein Aufenhaltsraum zur Verfügung.

Gekocht wurde meist gemeinsam, es gab aber auch die eine oder andere Einladung durch zu einem Mittagessen oder einem Heurigen-Besuch und sogar die Einladung zu einem am offenen Feuer gegrillten Lamm.

c) G. PfundnerZusätzlich zu den Pflegeeinsätzen wurde den Ehrenamtlichen ein vielfältiges Weiterbildungsprogramm geboten. Dabei wurden  sowohl Naturschutzfachliche Themen als auch die Geschichte des Grünen Band Europas näher gebracht.

Jeweils im Frühling lädt der Naturschutzbund zum Tageseinsatz im selben Gebiet. Bei Interesse schau dich bei den Wochenendaktionen um.

Vergangene Workscamps 2016

Wir danken der Bundesjugendvertretung für die finanzielle Unterstützung für die Umsetztung für unsere Workcamps 2016!JahrDerJugendarbeit

 

 

 

nachhaltigkeitsfest10. bis 21. Juni 2016, Autonomous and Sustainable Festival, Payerbach, Niederösterreoch. Das Festival hatte den Fokus Nachhaltigkeit und sozialer Inklusion. Es ging unter anderem um Permakultur, Naturkosmetik, Sharing Economy und vieles mehr. Mehr erfahren!

 

 

egol201613. bis 26. Juni 2016, Education Garden of Life, Graz
Der Erfolg des Camps letztes Jahr hat uns bestätigt. Auch dieses Jahr arbeiteten wir mit dem Babaji-Haus zusammen und halfen bei Garten- und Renovierungsarbeiten im Haus. Gleichzeitig lernten die internationalen Freiwilligen vom alternativen pädagogischen Konzept “Bildungsgarten des Lebens”.

 

10.-24. Juli 2016, China meets Hallstatt, Hallstatt, Oberösterreich
Das UNESCO-Weltkulturerbe Hallstatt wurde in China als Kopie nachgebaut. Österreichische Freiwillige vom SCI und vom Alpenverein arbeiteteten gemeinsam mit einer Gruppe chinesischer Freiwilliger an Arbeiten am Schutzwald rund um die Gemeinde Hallstatt.
Schau dir ein Video vom Camp hier an.

 

waldhuettl201610. – 24. 7. 2016, Freshn up Waldhüttl, Innsbruck, Tirol
Die internationalen Gruppe von Freiwilligen aus  zehn Ländern arbeiteten in einem Wohn- und Kulturprojekt in Innsbruck mit. Lies im Erfahrungbericht nach wie es war.

 

 

pathsofpeace2-201618. 7. – 31. 7. 2016, Paths of Peace (July), Kötschach-Mauthen (Kärnten)
Freiwillige aus verschiedenen Ländern arbeiteteten gemeinsam an einem Kriegsschauplatz zwischen Österreich und Italien aus dem Ersten Weltkrieg – und das mitten in den Bergen. Die ehemalige Route dient heute als Friedensweg, der Nationen verbinden soll, anstatt sie zu trennen. Mehr Info hier!

 

schnau4_klein31.7. – 20.8. 2016, Renovation and gardening in the Waldorf School Schönau, Schönau an der Triesting, Niederösterreich
Hier unterstützten die Teilnehmer*innen die Instandhaltung der Waldorfschule Schönau an der Triesting, die eine weiträumige Grünfläche und einige Gebäude umfasst. Mehr Information  hier.

 

wachau-thumb

31.7. – 13.8. 2016, Wachau Volunteer, Naturpark Jauerling-Wachau, Eckartsau, Niederösterreich
Freiwillige aus verschiedenen Ländern arbeiteteten auch dieses Jahr wieder gemeinsam im Weltkulturerbe Wachau auf steilen Trockenrasen und Orchideenwiesen. Es ging dabei um Landschaftspflege wie Mähen, Rechen und Abtransport des Mähgutes. Details hier!

 

pathsofpeace20161. 8.- 14.8.2016, Paths of Peace“ (August), Kötschach-Mauthen (Kärnten)
Freiwillige aus verschiedenen Ländern arbeiteteten gemeinsam an einem Kriegsschauplatz zwischen Österreich und Italien aus dem Ersten Weltkrieg – und das mitten in den Bergen. Die ehemalige Route dient heute als Friedensweg, der Nationen verbinden soll, anstatt sie zu trennen. Mehr Informationen über das Camp findest du hier.

wfp2016

10.-21.8.2016, Wikipedia for Peace 2016: Environmental Justice
Zum zweiten Mail fand dieses Camp in Kooperation mit Wikimedia Österreich statt. Das Ziel das Wissen im Internet für möglichst viele Menschen verfügbar zu machen galt auch hier. Ehrenamtliche aus aller Welt trafen zusammen um Artikel in iheren Landessprachen zu verfassen, verbessern, anzulegen. Lies nach wie es war.

 

donauauen21.8. – 3.9. 2016, Volunteering in the National Park Donau-Auen, Orth an der Donau, Niederösterreich
Bereits zum Dritten mal fand dieses Camp in Kooperation mit dem Nationalpark Donau-Auen statt. Inmitten der wunderschönen Auenlandschaft zwischen Wien und Bratislava betrieben die Teilnehmer*innen Naturschutz durch das Entfernen von Neophyten, Totholz-Verbreitung und das Entfernen alter Einrichtungen. Mehr Info hier.

 

thayatal201628. 8. – 10. 9. 2016, Volunteering Thayatal, Wachau and Donau-Auen
Revitalisierungsarbeiten in drei zusammenhängenden Nationalparks. Das Projekt ist eine Kooperation zwischen uns und Wachau Dunkelsteinerwald Regionalentwicklung. Mehr Information zu diesem Camp findest du hier.

 

Poysdorf4_kl20. – 25. 9.201, Green Belt Camp Northern Weinviertel /South Moravia, Poysdorf (Niederösterreich)
In diesem Jahr setzten wir unsere Zusammenarbeit mit dem Naturschutzbund Niederösterreich fort und mähten gemeinsam Kreuzenzian-Wiesen im Weinviertel, um zum Erhalt einer seltenen Schmetterlingsart beizutragen. Erfahrungsbericht 2016

 

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25.9. – 2.10. 2016, Biotope in Action, Innsbruck (Tirol)
Das Mühlauer Fuchsloch ist eine Naturoase im Innsbrucker Stadtgebiet. Teiche, Tümpel, Wasserläufe, verschiedenste Wiesen- und Waldtypen sind Lebensraum für Tiere und Pflanzen und Erholungsraum für den Menschen. Wir arbeiteten bei der Erhaltung der Naturoase mit. Hier findest du mehr Information.

 

 

 

Green Belt Camp 2015

Foto: Jana Forsthuber
Foto: Jana Forsthuber

Mach mit beim Workcamp „Green Belt Camp Northern Waldviertel“ in Niederösterreich von 22. bis 27. September und hilf in einer internationalen Gruppe von Freiwilligen dabei, gefährdete Trockenrasen und damit auch eine seltene Schmetterlingsart zu erhalten!

Der Naturschutzbund Niederösterreich bemüht sich um die Erhaltung seltener Lebensräume, Tier- und Pflanzenarten. Eines der Projekte des Naturschutzbundes ist die jährliche Pflege der Trockenrasen in Poysdorf im nordöstlichen Weinviertel, auf denen der Kreuzenzian wächst. Derartige Wiesen sind ein seltenes und wichtiges Habitat für den Kreuzenzian-Ameisenbläulin (Phengaris rebeli), der in Österreich stark gefährdet ist.

Foto: Gabriele Pfundner
Foto: Gabriele Pfundner

Du arbeitest dabei für die Dauer des Workcamps gemeinsam mit anderen SCI-Freiwilligen bei der Mahd der Wiesen: ihr mäht die Wiesen, tragt das geschnittene Gras zusammen und helft so, einen wichtigen Beitrag zum Naturschutz zu leisten. Aufgrund der internationalen Herkunft der TeilnehmerInnen wird im Projekt Englisch gesprochen. Wenn du einen Wohnort in Österreich hast, entstehen für dich dabei keinerlei Kosten für Unterkunft und Verpflegung, lediglich die Reise von Wien nach Poysdorf und zurück musst du selbst bezahlen.

Es ist möglich, an diesem Workcamp und gleich im Anschluss am Workcamp „Biotope in Action“ (27. September bis 4. Oktober) in Innsbruck teilzunehmen.

Teilnahmebedingungen

  • Du bist mindestens 16 Jahre alt
  • Grundkenntnisse in Englisch
  • Du kannst für die ganze Projektdauer des Workcamps teilnehmen (22. bis 27. September)

Bei Fragen einfach bei uns unter office@sci.or.at melden!

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Workcamp Poysdorf, 25-28 September 2014

Verfasst von Jana Forsthuber

Foto: Gabriele Pfundner
Foto: Gabriele Pfundner

Nach vier Tagen im Wochenend-Workcamp in Poysdorf weiß ich jetzt endlich, wo das Weinviertel wirklich ist, und werde es nicht mehr verwechseln. Was natürlich die Hauptsache ist. Ich weiß aber auch, dass der Kreuzenzian-Ameisen-Bläuling eine Schmetterlingsart ist, und was seine Raupe macht. Nämlich auf dem seltenen Kreuzenzian heranwachsen, Ameisenlarven fressen und sich von den anderen Ameisen aufziehen lassen. Und da ich bei unserer Pantomime, die im prasselnden Regen unter einer Plane stattfand, zu einer tragenden Rolle kam (die der Ameise), war auch gleich die Schüchternheit ein bisschen aufgelockert.

Foto: Jana Forsthuber
Foto: Jana Forsthuber

Wir standen also am ersten Tag zu neunt dort auf der Wiese, umgeben von Hügeln, Sträuchern und holprigen Wegen, wir kannten uns noch nicht wirklich gut, wollten arbeiten, und es schüttete. Also hielten wir mit allerlei Werkzeug, Heugabeln und Rechen die Plane über uns, was immerhin auch unsere Kreativität, Geschicktheit und Kraft erforderte. Nach einigen Minuten Einführung und Warten auf trockeneres Wetter rechten (das Wort liest sich komisch, aber es ist das Arbeiten mit dem Rechen gemeint) wir allerdings doch noch erstaunlich viel Heu vom gemähten Hang.

Auch die darauffolgenden Tage lassen sich vor allem durch die Arbeit in der Natur, das trübe Wetter, das gute Essen und die wirklich freundlichen, offenen und motivierten Gesichter der Gruppe und OrganisatorInnen charakterisieren. Während wir ein Stück weit dazu beitrugen, die vielfältigen Arten der Trockenrasen zu schützen, spielten wir auch unterhaltsame Gesellschaftsspiele, aßen verkohlten Paprika vom Grill in der Nacht und frische warme Nuss-Schnecken zum Frühstück, sprangen ins eiskalte Teichwasser und wurden von einem netten Weinbauern mit einem Traktor durch die Kellergassen geführt.

Foto: Gabriele Pfundner
Foto: Gabriele Pfundner

Den SCI hab ich vorher als Ehrenamtliche schon gut gekannt, ein Workcamp ist aber doch durch die vielen neuen Leute nie wirklich vorhersehbar. Man weiß nie, wie selbstständig eine Gruppe zusammenhält, welche Dynamik entsteht und wer Verantwortung übernimmt. Dadurch, dass es nur vier Tage waren, war es ein sehr schnelles Kennenlernen, was sich aber ganz sicher noch vertiefen kann, wenn die Leute sich wo anders wieder begegnen. Die meisten kamen aus Österreich und Deutschland, eine Tschechin und eine Ukrainerin waren noch dabei, und im Laufe der Arbeit kam man immer wieder mit allen von ihnen in Kontakt. Die Stimmung war gelassen, zu Beginn ein wenig schüchtern, und am Abend noch lange lustig. Das Essen war vegetarisch, weil Vegetarierinnen fast die ganze Gruppe ausmachten, mit Ausnahme des männlichen Teilnehmers, dem trotzdem eine Chance gegeben wurde, sich zu integrieren;), und für welchen öfters etwas zusätzliches zur Verfügung stand. Eine Schulküche bereitete für uns in den ersten Tagen gleich mehrere Gänge vor, von Salat und Suppe bis zu veganer Lasagne, Spätzle und Kuchen. Die sonstige Freizeit verbrachten wir meist am Campingplatzgelände, wo wir in einem Haus mit Sanitäranlagen und improvisierter Küche untergebracht waren.

Foto: Melanie Balaz
Foto: Melanie Balaz

Erst am letzten Tag schien die Sonne, wir fuhren wieder zu einer neuen Wiese und gönnten uns danach als Belohnung ein Eis. Zurück bleibt eine vollbrachte Arbeit von mehreren hundert Quadratmetern Trockenrasen, die in den kommenden Jahren nicht weiter mit Sträuchern zuwachsen sollen, ein Eindruck von den netten Menschen im Naturschutzbund und in der Gruppe selbst, und ein Bild von weiten Hügeln mit erntereifen süßen Weintrauben (die selbstverständlich nie gekostet wurden).

Eight nations, one common goal: Three weeks of voluntary work in the Waldorf School Schönau an der Triesting

Verfasst von Michaela Strasser

From the 10th to the 30th of August, ten international students and three austrian camp coordinators swapped their accustomed surroundings and jobs for working with garden shears, rakes and paintbrushes, among other things.

Under the heading “Renovation and Gardening“ the volunteers from Taiwan, Russia, Italy, Spain, Nigeria, Bulgaria, Austria and Turkey made it their job to brighten up a large area for no less than 12 school classes. After the arrival of the volunteers on a sunny Friday and Saturday followed by a short settling-in period which included introductions and talks about hopes and fears, work started.

On your marks, get set, work!

The school’s principal, Angelika Lütkenhorst, gave us an approximate explanation about our tasks in the form of a project schedule on the first Monday. The detailed instructions were given according to the areas of responsibility, depending on the groups, which frequently changed in order to give everyone equal opportunities of gaining different experiences within the three weeks. These groups were divided up into:

  • The kitchen group: two volunteers responsible for cooking (and keeping the kitchen clean) for two consecutive days.
  • The painting group: two to four people per day, depending on the project schedule: clearing away the furniture, covering the floors with protective paper, painting the school‘s façades black and the class rooms white (to prepare the walls for the varnish that was applied afterwards according to the Rudolf-Steiner teachings by parents and teachers).
  • The gardening group: the remaining volunteers got together in either one or two teams to perform different tasks such as pulling out weeds, raking and mowing the lawn and cutting down hundreds of so called trees of heaven/stink trees (invasive plants).

In the last week, we were more flexible for various assignments to make sure to leave everything as it was before – only in a much better condition. 🙂

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The tasks were diverse and mainly rather exhausting, but we learned that we could overcome any difficulties by keeping a positive view and never missing out on the most important aspect of work: having fun together. Whether insulating an old attic (we called it roof floor) with loads of sheep’s wool, filling up a platform with gravel or carrying rocks across the garden, there was nothing that could have changed our good mood.

And when the days’ work is done…

They say time flies when you’re having fun, and in the evenings that we mostly spend together in one big group, time moved like a jet plane. We were usually playing games (e.g. the “killer game”, black stories and many more) in the kitchen, sitting under the mighty old trees or – if the weather was gracious to us – around the campfire. It was not the exception that we went to “bed” (the mattresses in the banquet hall) only at the break of dawn.

At the weekends we tried to meet the challenges that the weather gods prepared for us. Our plans to go to the mountains fell through, but we found alternatives to make the best of our spare time:

  • A trip around Schönau to explore the town, the houses and the river Triesting on the first day.
  • An invitation from Angelika to the Heuriger (wine tavern) and some self-initiated evenings there.
  • A three-day weekend trip to Vienna. (Belvedere, Schloss Schönbrunn, Hostel, …)
  • An evening workshop with Thomas from SCI about “Creating a climate for Peace” and with a Waldorf teacher about the concept of the Rudolf-Steiner school.
  • A one-day trip to Baden and a private screening of the movie “Hector and the Search for Happiness“ in the same city two days later.
  • Our “international evening” with singing, presentations, pictures and even traditional clothing.
  • A guided tour in the museum of local history, followed by an invitation of our “neighbour“ Mr. Korb-Weidenheim for viewing his Johann-Strauß-Villa.
  • A delicious barbecue in Angelika‘s private terrace at the end of the three weeks.

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The way to a volunteer‘s heart is through his or her belly

The culinary delights that we enjoyed at least twice a day were certainly among the highlights of our time in Schönau. Every kitchen team chose to cook lunches and dinners that were typical for their home country. And despite the limited amount of ingredients obtainable in Austrian stores, it was just great to taste the different meals that our chefs cooked for more than a dozen people. Our trousers that were somehow getting tighter every week were proof that mere “tasting” had been far exceded.

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A temporary farewell to all the volunteers

At the end of the camp we all agreed we had a great and unforgettable time. So AUF WIEDERSEHEN, ADIOS, ADDIO, GÜLE GÜLE, 再見, до свидания, довиждане, GOOD BYE!
A reunion for the summer of 2015 is already planned, which proves: One more, new international family exists!