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Jahresbericht 2016

waldhuettl2016Hier findest du alle Camps die der SCI 2016 in Österreich organisiert hat.

Der SCI hat 2016 insgesamt 32 Freiwillige erfolgreich zu Camps vermittelt.

85 Menschen aus dem Ausland nahmen an den von uns organisierten Camps teil. Fünf in Österreich lebende haben ein Workcamp in Österreich besucht.

hallstatt-thumbDie Freiwilligen kamen aus folgenden Ländern: Spanien, Russland, Tschechien, Italien, Österreich, Serbien, Türkei, Ukraine, Hong Kong, Japan, Korea, Belgien, Deutschland, Kroatien, Irland, Slowenien, Bulgarien, Finnland, Frankreich, Ungarn, Portugal, Schweden, Slowakei, Taiwan, Vietnam

In Österreich lebende sind mit uns in folgende Länder gereist: Island, Österreich, Schweiz, Belgien, Tschechien, Deutschland, Spanien, Finnland, Kroatien, Irland, Italien, Luxemburg, Portugal, Serbien, Tansania

schnau2_bearbSCI Freiwillige nahmen an folgenden internationalen Fortbildungen teil:

„Laboratory for Tools and Skills for Peace Builders“ Seminar, Griechenland, Athen

„Building Bridges: Training Course on Working with Asylum Seekers and Refugees“, Schweiz, Genf

“Los Otros: How to prepare young people to deal with their own stereotypes” Seminar, Spanien, Madrid

 

 

2016 hat der SCI zwei Menschen bei ihrem Long Term Volunteering (LTV) Einsatz begleitet: England, Japan.

Workcamps in Portugal 2017

 

Das westlichste Land der EU. Immer eine Worckamp-Reise wert!

Camp in Portuagal

Youth Together: The Workcamp You Don’t Want to Miss 17-25. Juni 2017, nahe Lisabon

Into the Wild Feira 27. Juni – 5. Juli 2017, Santa Maria da Feira

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Incluwork 3.-14. Juli 2017, Beja

Famalicão Makeover Volunteer Spot 3.-14. Juli 2017, Famalicão

Recreate Natural Leisure Spaces 3.-14. 7. 2017, Casa do Povo in São Bartolomeu de Messines

Mehr Workcamps in Portugal findest du hier!

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Wikipedia for peace 2016

Für zwei Wochen fanden sich im August in Jenbach (Tirol) 15 junge Menschen aus Europa und Asien zusammen, um gemeinsam in ihren jeweiligen Muttersprachen Wikipedia-Artikel zum Thema Frieden zu schreiben. Ziel des Projekts “Wikipedia for Peace” war es, die Themen Frieden und Gerechtigkeit stärker im Internet sichtbar zu machen. Organisiert wurde es von den zwei Vereinen Service Civil International (SCI) und Wikimedia.

Foto: Philip Kopetzky
Foto: Philip Kopetzky

„Wir finden, Wikipedia hat noch nicht genügend Inhalte zu Friedensthemen, kann aber durch seine große Reichweite dazu beitragen, dem Thema gerade in Zeiten wie diesen mehr Aufmerksamkeit zu schenken“, so der Organisator Thomas Schallhart von der Friedensorganisation Service Civil International Österreich. Junge Menschen aus Ländern wie Israel, Vietnam, Syrien, Bulgarien und Spanien schrieben neue Artikel in insgesamt 13 Sprachen.

2015 hatte das Projekt erstmals in Wien stattgefunden. Dieses Jahr lag der Fokus auf dem Thema Umweltgerechtigkeit, wofür Tirol mit seiner reichen Natur und den dazugehörigen Konflikten einen guten Ausgangspunkt bietet. “Wir kommen alle aus unterschiedlichen Ländern, aber überall gibt es Umweltprobleme. Vielleicht können wir so einen kleinen Beitrag dazu leisten, die Welt besser zu machen”, erklärte eine polnische Teilnehmerin.

Foto: Ipuigso
Foto: Ipuigso

Das Ergebnis kann sich sehen lassen: 47 neue Artikel zu UmweltaktivistInnen aus aller Welt sind entstanden, 20 bestehende Artikel wurden erweitert und überarbeitet. Bei einer Fototour durch Jenbach hat die Gruppe fast alle Objekte, die der Tiroler Kunstkataster zur Gemeinde kennt, fotografiert. Eine detaillierte Auflistung aller Ergebnisse findet sich hier.

Das Projekt ist ein typisches “Workcamp”, wie der Service Civil International sie sonst eher offline in Nationalparks oder sozialen Einrichtungen organisiert: Die internationale Gruppe arbeitete für zwei Wochen ehrenamtlich für einen gemeinnützigen Zweck, lebte in einer einfachen Unterkunft und verpflegte sich selbst. Die Reisekosten hatten die TeilnehmerInnen selbst übernommen, der Rest wurde von Wikimedia Österreich und Service Civil International finanziert.

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Presseberichte zum Projekt:

Waldhüttl

Valentine im WaldhüttlWaldhüttl is a wonderful place to discover in Innsbruck. It is a place of tolerance, acceptance and sharing, where people sing and dance instead of fighting.

This house, previously a center of resistance during WWII, welcomes people who are often excluded and for whom life is not always easy: Roma people, asylum seekers, pilgrims, locals and others created together a little piece of paradise where they can feel home. Everyone participates in the renovation of the house, the community’s well-being, the garden and the animals’ care.

During two weeks in July 2016, thirteen volunteers from Austria, France, Japan, Russia, Serbia, Spain, South Korea, Taiwan and Turkey met in Waldhüttl to actively participate in building Peace. We worked hard and happily under the sun and the rain, to create an accessible path for wheelchairs to the community garden, using traditional techniques to build a solid and aesthetic wall made of wood, soil and stones, meant to last for the next generations. Additionally, we painted the walls of the animal stable with chalk to isolate it better, learned how to make stairs to access the outdoor chicken house, repaired some fences, prepared a raised bed garden for handicapped people following the principles of permaculture, planted flowers and aromatic herbs, removed invasive plants, organized a sport event with Roma people and refugees, took part in a Roma festivity and organized a human library with the next door neighbour-refugees.

We also had the opportunity to make an alternative tour of Innsbruck, following the social areas rather than the touristic paths, experiment Acro-yoga, discover the wonderful mountains surrounding Innsbruck, pick up mushrooms, cook and eat world recipes, play a lot of games, dance till the sun rises and learn how to notice, respect and appreciate cultural differences.

Valentine im Waldhütl 2The main outcome of this workcamp was to inspire youngsters from different corners of our world to become engaged and active citizens. No matter the road the participants choose afterwards, they hopefully developed a wide curiosity for others, a strong will to participate in civil society through volunteering, activism or even just a certain way of living, the ability to reflect and the desire to learn. We, as participants, understood that before being a refugee, a Roma, a Cameroonese citizen or a Muslim, we are all human beings with feelings, dreams and challenges. We also grasped the importance of caring for each other and acting for change. Last but not least, we experienced the following philosophy: “most of the time, we think we help others but we are actually learning ourselves.”

Valentine

Picturing the Global South: The Power Behind Good Intentions

foto1Gemeinsam mit dem „Pool of Trainers and Facilitators“ des SCI veranstalteten wir von 14. bis 21. November 2015 das Seminar „Picturing the Global South: The Power Behind Good Intentions“ in Wien.

Viele europäische Freiwillige haben guten Absichten, wenn sie an Freiwilligenprojekten im Globalen Süden teilnehmen wollen (wie etwa unserem Nord-Süd-Austausch-Programm). Die Freiwilligen wollen „helfen“, wo Hilfe gebraucht wird, sie wollen „andere“ Kulturen kennenlernen und ein anderes Leben leben als das, das sie gewohnt sind. Wie reflektieren Freiwillige aber über postkoloniale Machtstrukturen, die hinter gewissen Ideen von „Entwicklung“ stecken? Sehen sie Länder des Globalen Nordens als gleichwertig mit Ländern des Globalen Südens, bewusst oder unbewusst? Was bedeutet es, einen unterschied zwischen reich und arm, modern und traditionell, entwickelt und entwickelnd zu machen? Fragen sie sich, warum in manchen Teilen der Welt „Hilfe“ gebraucht wird – und was hat das mit ihrem eigenen Leben zu tun?

fotopsgood5Diesen und mehr Fragen sind wir im Rahmen des Seminars gefolgt, um den Diskurs rund um Freiwilligenarbeit im Globalen Süden mit einem macht- und normkritischen Ansatz auch in unsere Organisation zu holen – und andere Organisationen zu motivieren, ebenfalls einen so kritischen Umgang wie möglich zu pflegen. Im Rahmen des Seminars haben wir auch eine öffentliche Diskussionsveranstaltung zum Thema organisiert.

Die SeminarteilnehmerInnen haben gemeinsam ein Toolkit verfasst, das die Ergebnisse des Seminars zusammenfasst, Methoden zur Vorbereitung von Freiwilligen bei Nord-Süd-Einsätzen sowie viele kritische Denkanstöße vereint. Download des Toolkits hier!

„Picturing the Global South: The Power Behind Good Intentions“ wurde von der Europäischen Kommission im Rahmen des  Förderprogramms „Erasmus+“ finanziert.

Dieses Projekt wurde mit Unterstützung der Europäischen Kommission finanziert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung (Mitteilung) trägt allein der Verfasser; die Kommission haftet nicht für die weitere Verwendung der darin enthaltenen Angaben.

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“Non Formal Education – At the Mirror” – 6.-9.11.2014 Vienna

Verfasst von Sarah Dürnberger

DSC_0772_klSo, hier in aller Kürze, mein Erfahrungsbericht zu den letzten paar Tagen am NFE- Training:

Für alle Unwissenden kurz zusammengefasst um was es bei der ganzen Sache eigentlich ging, hier kurz aus der Beschreibung zitiert:

„Bei diesem Training, das der SCI Österreich gemeinsam mit dem Pool of Trainers des SCI organisiert, lernen die Teilnehmer/innen, wie man nicht-formelle Bildung und Lernmethoden in Projekten einsetzen kann, Wissen auf unkonventionelle Weise vermitteln kann und nicht immer nur auf PowerPoint und Frontalvortrag zurückgreifen muss. Wir tauschen Methoden, Erfahrungen und Inspiration aus!“

DSC01734_klSoweit, so gut. Was mir besonders gefallen hat ist die internationale Komponente die das Ganze hatte. Verschiedenste Leute mit unterschiedlichen Hintergründen, Alter, Lebenslagen arbeiten total offen und unvoreingenommen zusammen, scheuen es nicht aus sich raus zu gehen und jeder ist bereit etwas von sich preis zu geben.
Genau darauf haben auch die verschiedenen Workshops basiert, die uns zur Teilnahme offen gestanden sind: Finde mehr über dich selbst heraus! Beispielsweise im „Explore your Fear“ Workshop, oder auch bei so manchen schauspielerischen Übungen.
Was allerdings keinesfalls ein Muss war – wer es lieber rationaler mag hat auch genügend Möglichkeiten gehabt sich in Diskussionen einzubringen und durch verschiedenste unkonventionelle Methoden, zu einer Fragestellung oder Problemermittlung zu gelangen.
Auf jeden Fall gab es eine große Vielfalt an Workshops, sowie unterschiedliche WorkshopleiterInnen – kurz gesagt: Jede Einheit ist etwas Neues auf uns TeilnehmerInnen zu gekommen!DSC01698_kl

Für mich war das Seminar ein Sammeln an verschiedenen „Tools“ die ich gerne in meinem späteren Berufsleben, sowie im Alltag ausprobieren möchte.
Allerdings finde ich die subtile Komponente noch spannender: Also das über sich selbst lernen: „Wie reagiere ich eigentlich auf eine gewisse Situation?!“, „Kommunikation – kann man wirklich erwartete Reaktionen als Selbstverständlich voraussetzen?!“
Ich glaube, dass einem vieles erst in so mancher Lebenslage bewusst wird und dann ist es bestimmt hilfreich eine ähnliche Situation vielleicht schon mal in Form eines solchen „Tools“ durchgespielt zu haben, bzw. seinen Horizont einfach für so manches erweitert zu haben.
DSC01811_klIch beende meinen Bericht mit einem Zitat das ich zufällig am Training aufgeschnappt habe und ich nicht so schnell vergessen werde:

„Doesn’t matter which training, conversation or everyday life situation you’re in: Always be prepared to get hit by an emotional bus!”

Danke!

Workcamp „Museumsdorf Niedersulz“

Kathi und Mirjam

Nach einer langen Anreise mit schwerem Gepäck sind wir gemeinsam mit den anderen sieben Teilnehmerinnen und Teilnehmern, aus Polen, der Türkei, Russland und Weißrussland, im kleinen Weinviertler Dörfchen Niedersulz angekommen. Wir haben gleich unser Quartier bezogen, einen alten Vierkanthof, inmitten des Museumsdorfs. Dieses besteht aus ca. 80 Häusern und einer wunderschönen Gartenanlage, in der traditionelle Pflanzen-, Obst- und Gemüsesorten vom Gartenteam gepflegt werden. Außerdem gibt es einen lebenden Bauernhof auf dem Museumsgelände, der Schweine, Gänse, Ziegen usw. beherbergt. Gleich zu Beginn haben wir eine Führung durch das Museumsdorf bekommen, durch die wir einen Einblick in dessen Geschichte und die Arbeit des Museumsteams erhalten konnten.

In der ersten Woche wurden wir in Kleingruppen aufgeteilt und haben dem Gartenteam bei seiner Arbeit geholfen. Dabei haben wir Obst gepflückt, Gärten geschliffen und neu angelegt, pikiert, Unkraut gejätet und die Wege von Fallobst befreit. In der zweiten Woche haben wir alle gemeinsam mit dem Bauteam die Weinkeller mit Kalkfarbe gestrichen, um die Kellergasse für ein Fest herzurichten.

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Zu Mittag wurden wir im Restaurant verköstigt, Frühstück und Abendessen haben wir selbst zubereitet. Die Lebensmittel dafür haben wir zum Teil von den Gärten im Museumsdorf bekommen und es wurde auch für uns eingekauft.

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An den Wochenenden und in unserer Freizeit waren wir aufgrund des schönen Wetters oft baden. Dafür haben wir die Erlaubnis bekommen in dem 2 km entfernten Nexing in einem der Fischteiche zu schwimmen, um uns abzukühlen. Außerdem haben wir einen Ausflug nach Wien, mit Kanu-Ferl 2 Touren auf der March und einen Filmabend gemacht. Da die öffentliche Anbindung an Niedersulz nur suboptimal war, sind wir viel mit den Fahrrädern unterwegs gewesen und haben dabei unsere Kondition verbessern können. Die Abende haben wir vorm Lagerfeuer oder auch in Niedersulz beim Heurigen verbracht und an einem Abend haben wir gemeinsam einen International Evening organisiert, um die anderen Kulturen besser kennenzulernen.

Am letzten Tag waren wir in St. Pölten eingeladen. Zuvor machten wir noch einen Zwischenstopp in Dürnstein, wo wir gemeinsam zur Ruine hinauf wanderten. Anschließend haben wir gemeinsam in einem Restaurant an der Donau gegessen und sind dann weiter nach St. Pölten gefahren. Dort besuchten wir Mag. Barbara Schwarz, die Landesrätin für Soziales, und erzählten ihr von unseren Erfahrungen im Camp.

Nach 14 ereignisreichen Tagen, in denen wir viel erlebt haben, ging es für alle wieder heimwärts. Da wir das erste Mal ein Camp koordinierten, haben wir viele neue Erfahrungen machen können und viele Eindrücke mitgenommen. Wir hoffen, dass dieses Camp auch in den nächsten Jahren weiterbesteht, da es heuer das erste Mal stattgefunden hat und wir denken, dass es wichtig wäre, den internationalen Austausch weiterhin zu fördern.

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