Schlagwort-Archive: Wien

Rückblick auf „Painting Hermes“ 2015

Freiwillige des Service Civil International (SCI) Österreich helfen im Rahmen eines Workcamps bei Renovierungsarbeiten in der Notschlafstelle Haus Hermes des Wiener Roten Kreuzes.

Foto: Andreas Stein
Foto: Andreas Stein

Im Oktober letzten Jahres fand die Freiwilligenmesse im Gebäude der Hochschule für Angewandte Kunst statt, wo sich Vertreter der Wohnungslosenhilfe des Wiener Roten Kreuzes und Vertreter des Vereins Service Civil International (SCI) trafen. Man kam ins Gespräch und es stellte sich schnell heraus, dass beide Vereine idente Ziele verfolgen, nämlich die Schaffung internationaler Solidarität, durch Förderung von Toleranz und Verständnis der Menschen untereinander. Sogleich beschloss man die Durchführung gemeinsamer Projekte.

P3 4 (c) Andreas Stein_kl
Foto: Andreas Stein

Austausch der Kulturen

So sind für das Projekt, der Verschönerung des Hauses Hermes, junge Menschen aus insgesamt zwölf Ländern angereist – aus Polen, Spanien, der Ukraine, Belgien, Thailand, Taiwan, Südkorea, Serbien, Türkei, Tschechien, Rumänien und auch aus verschiedenen Bundesländern Österreichs, um gemeinsam für einen guten zweck zu arbeiten und sich auszutauschen.

Foto: Vera Hammer
Foto: Vera Hammer

Das Projekt bestand aus zwei Workcamps, wobei das erste mit 15 TeilnehmerInnen vom 29. Juni bis 12. Juli stattfand und das zweite mit 14 TeilnehmerInnen vom 20. Juli bis 2. August. Dabei wurden Gemeinschaftsräume, Zimmer von NächtigerInnen und Waschküchen anhand kreativer Konzepte ausgemalt. Während der Projektzeiträume lebten die TeilnehmerInnen zusammen mit den Wohnungslosen im Haus Hermes und konnten somit denjenigen Menschen begegnen, für die es galt, eine angenehmere Atmosphäre zu schaffen. Weiters hat sich das Naturhistorische Museum auf unseren medialen Aufruf gemeldet und Führungen mit beiden Projektgruppen durch die Mineraliensammlung des Museums angeboten. Speziell der Blick vom Dach des Naturhistorischen Museums war für unsere (inter)nationalen Gäste sehr besonders und aufregend.

Eine Reise mit sozialem Hintergedanken

P1 1 (c) Andreas Stein_kl
Foto: Andreas Stein

Für die TeilnehmerInnen lag der Grund ihrer Reise darin, mit Menschen aus anderen Ländern in Kontakt zu treten und die Stadt Wien aus anderer Perspektive, und nicht nur aus der eines/r TouristIn kennenzulernen. So ging es für Leire aus Spanien darum, den Urlaub mit sozialem Engagement zu verbinden und etwas über die Sozialpolitik der Stadt Wien zu erfahren. Bosko aus Serbien ist Sozialarbeiter in Belgrad. Er hat mehr als 40 Jahre mit alkoholkranken Menschen gearbeitet. So war es für ihn eine interessante Erfahrung, in Wien wohnungslosen Menschen mit ähnlichen Problematiken wie in seiner Heimatstadt zu begegnen.

Foto: Andreas Stein
Foto: Andreas Stein

Den Abschluss des Projektes bildete ein Sommerfest am 31. Juli, bei welchem die Freiwilligen sich einiges einfallen ließen, um den Menschen einen schönen Tag zu gestalten. Es gab Musik, Spiele, Getränke und sehr gutes Essen. Insgesamt war es ein gelungenes Event mit wunderbar sonnigem Wetter. Besonderer Dank gilt den Schick Hotels, welche uns das leckere Essen für das Sommerfest spendeten.

“Non Formal Education – At the Mirror” – 6.-9.11.2014 Vienna

Verfasst von Sarah Dürnberger

DSC_0772_klSo, hier in aller Kürze, mein Erfahrungsbericht zu den letzten paar Tagen am NFE- Training:

Für alle Unwissenden kurz zusammengefasst um was es bei der ganzen Sache eigentlich ging, hier kurz aus der Beschreibung zitiert:

„Bei diesem Training, das der SCI Österreich gemeinsam mit dem Pool of Trainers des SCI organisiert, lernen die Teilnehmer/innen, wie man nicht-formelle Bildung und Lernmethoden in Projekten einsetzen kann, Wissen auf unkonventionelle Weise vermitteln kann und nicht immer nur auf PowerPoint und Frontalvortrag zurückgreifen muss. Wir tauschen Methoden, Erfahrungen und Inspiration aus!“

DSC01734_klSoweit, so gut. Was mir besonders gefallen hat ist die internationale Komponente die das Ganze hatte. Verschiedenste Leute mit unterschiedlichen Hintergründen, Alter, Lebenslagen arbeiten total offen und unvoreingenommen zusammen, scheuen es nicht aus sich raus zu gehen und jeder ist bereit etwas von sich preis zu geben.
Genau darauf haben auch die verschiedenen Workshops basiert, die uns zur Teilnahme offen gestanden sind: Finde mehr über dich selbst heraus! Beispielsweise im „Explore your Fear“ Workshop, oder auch bei so manchen schauspielerischen Übungen.
Was allerdings keinesfalls ein Muss war – wer es lieber rationaler mag hat auch genügend Möglichkeiten gehabt sich in Diskussionen einzubringen und durch verschiedenste unkonventionelle Methoden, zu einer Fragestellung oder Problemermittlung zu gelangen.
Auf jeden Fall gab es eine große Vielfalt an Workshops, sowie unterschiedliche WorkshopleiterInnen – kurz gesagt: Jede Einheit ist etwas Neues auf uns TeilnehmerInnen zu gekommen!DSC01698_kl

Für mich war das Seminar ein Sammeln an verschiedenen „Tools“ die ich gerne in meinem späteren Berufsleben, sowie im Alltag ausprobieren möchte.
Allerdings finde ich die subtile Komponente noch spannender: Also das über sich selbst lernen: „Wie reagiere ich eigentlich auf eine gewisse Situation?!“, „Kommunikation – kann man wirklich erwartete Reaktionen als Selbstverständlich voraussetzen?!“
Ich glaube, dass einem vieles erst in so mancher Lebenslage bewusst wird und dann ist es bestimmt hilfreich eine ähnliche Situation vielleicht schon mal in Form eines solchen „Tools“ durchgespielt zu haben, bzw. seinen Horizont einfach für so manches erweitert zu haben.
DSC01811_klIch beende meinen Bericht mit einem Zitat das ich zufällig am Training aufgeschnappt habe und ich nicht so schnell vergessen werde:

„Doesn’t matter which training, conversation or everyday life situation you’re in: Always be prepared to get hit by an emotional bus!”

Danke!